| Bei "fliegbarem" Wetter räumen wir dann gemeinschaftlich
die Segelflugzeuge aus der Flugzeughalle heraus. Rettungsfallschirme,
Batterien und Bordbücher werden dann an Bord gebracht. Danach werden die Segelflugzeuge anhand einer sog. Klarliste durchgesehen. Hierbei wird z.B.: der Anschluss und Freigängigkeit der Ruder, auf äußerliche Schäden, Fremdkörper im Innenraum, Funktionstüchtigkeit der Schleppkupplungen,...geprüft. |
Währenddessen kümmern sich andere um den Aufbau des Windenfahrzeugs, der
Landereiter, ordnungsgemäße Absperrung des Flugplatzes, Aufbau des
Startwagens.... .
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| Seilwinde und Lepo | ASK 21 mit Piloten |
Alle Ruder freigängig?
Richtig und fest angeschnallt?
Rettungsfallschirm richtig angelegt bzw. eingeklinkt?
Bremsklappen eingefahren und verriegelt?
Haube verschlossen und verriegelt?
Höhenmesser eingestellt?
Funkgerät betriebsbereit?
E-Vario ein?
Trimmung eingestellt?
Windverhältnisse geprüft?
Startbahn frei?
Luftraum frei?
Auf Seilriss achten!
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Nach einem "okay" des Piloten, wird nun das Windenseil eingezogen. Das Segelflugzeug steigt nach einer kurzen Rollphase steil in den Himmel. Nach dem erreichen der Ausklinkhöhe, fällt das Windenseil an einem kleinen Fallschirm zu Boden ( das Seil klinkt am Segelflugzeug automatisch aus ). Der Windenstart wird vom Startwagen aus mit der Seilwinde koordiniert. |
| Windenstart einer einsitzigen Ka8 |
Das Segelflugzeug wird nun von dem Flugschüler ( je nach Ausbildungsstand ) in
einer sog. Platzrunde geflogen. Die Platzrunde teilt sich in mehrere Abschnitte
auf:
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1. Start 2. Querabflug 3. Gegenanflug 4. Position 5. Queranflug 6. Endteil 7. Landung |
Das Einfliegen in die jeweiligen Abschnitte erfolgt durch 90°
Richtungsänderungen.
Zwischen den Abschnitten 3. und 4. versucht der Pilot an Höhe zugewinnen, in
dem er Aufwinde ( z.B. Thermik ) sucht.
Thermik ist eine warme
aufsteigende Luftmasse. Energiequelle für die Thermik ist die Sonne. Durch
Sonnenstrahlen erwärmt sich der Boden, an einigen Stellen mehr, an anderen
weniger. Diese Wärme wird an die darüber liegenden Luftschichten abgegeben.
Warme Luft ist leichter als kalte. An den Stellen, an denen die Abstrahlung am
größten ist, z.B. über Kornfeldern oder anderen hellen Flächen, beginnt die
Luft sich in einer Blase vom Boden abzuheben. Neue Luft strömt von allen Seiten
herbei, die Blase wird größer und hebt sich schließlich als ein riesiger
Schlauch von einigen Millionen Kubikmetern Luft mit Geschwindigkeiten von 5-10
m/sec. in die Höhe.
Diesen Schlauch müssen wir Segelflieger finden, denn er trägt unsere
Segelflugzeuge mit hinauf. So sind Flüge von mehreren Stunden und Höhengewinne
von weit über 1000m, 2000m,...möglich.
Gelingt es nicht diesen Aufwind zufinden, muss sich der Pilot spätestens mit
einer Höhe von ca. 150-200m an der Position ( 4. ) befinden! Nun beginnt die
Phase der Landung.
Die Fluggeschwindigkeit wird ab der sog. Position etwas erhöht, um
Fahrtreserven zu haben ( z.B. für evtl. Hindernisse ). Nach zwei weiteren 90°
Richtungsänderungen, haben wir jetzt den Flugplatz wieder vor uns liegen.
Die Landeklappen werden nun ausgefahren. Das Segelflugzeug sinkt jetzt etwas
schneller zu Boden. Kurz bevor wir aufsetzten, wird die Geschwindigkeit ( ca.
90-100 km/h ) langsam zurückgenommen, in dem wir die Nase des Segelflugzeuges
anheben ( vorsichtiges ziehen des Steuerknüppels ).
Ganz sanft kriegen wir nun wieder Berührung mit der Erde - dann erfolgt der
Abbau der Geschwindigkeit in dem das Segelflugzeug langsam ausrollt ( Rollweg
kann durch Radbremsen verkürzt werden ).
Gemeinschaftlich wird das gelandete Segelflugzeug wieder an den
Start
zurückgeschoben.