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 Fahrtmesser (Staudruck)

 


Der Fahrtmesser zeigt die Geschwindigkeit des Luftfahrzeugs gegenüber der umgebenden Luft an. Angezeigt wird also nur eine relative Geschwindigkeit, d.h. nur bei Windstille ist sie gleich mit der Geschwindigkeit über Grund. 

Prinzip: Ein sog. Pilotrohr (Staurohr) wird gegen die anströmende Luft gerichtet. Es wird meistens im Rumpfbug oder in der Seitenflosse angebracht. Die anströmende Luft wird über eine Schlauchleitung zur Membrandose weitergeleitet. Bei der Bewegung des Luftfahrzeugs gegenüber der Luftmasse, baut sich im Pilotrohr, der Zuleitung und der offenen Dose ein Gesamtdruck auf. Dieser Druck setzt sich aus dem statischen Druck (Druck der Umgebungsluft) und dem Staudruck (Druck der beschleunigten Luft) zusammen.

 

Untergebracht ist die Membrandose in einem luftdichten Gehäuse. Über eine Mechanik wird die Dose mit dem Zeiger verbunden.
In dem Gehäuse (außerhalb der Dose!) herrscht der statische Druck, d.h. der Luftdruck, der momentanen Flughöhe die man mit einen Barometer messen würde.
Durch den bei der Fahrt entstehenden Staudruck, herrscht gegenüber dem Druck im Gehäuse ein Überdruck in der Dose. Dadurch dehnt sie sich aus und überträgt über eine Mechanik diese Bewegung auf den Zeiger. Benötigt werden für den Staudruckfahrtmesser also zwei Zuleitungen: Gesamtdruckleitung vom Pilotrohr und die statische Druckleitung. Der statische Druck wird an Stellen abgenommen, die nicht von der Luftströmung beeinflusst werden. Meistens sind es hierfür die Rumpfseiten.


Geschwindigkeitsbereiche (farbige Kennzeichnung auf der Skala):

Grün: sichere Geschwindigkeit für alle zugelassenen Manöver ohne Beschränkung!
Gelb: Vorsichtsbereich - in böiger Luft ist hartes Abfangen nicht erlaubt. Die Ruder dürfen nicht mehr voll ausgeschlagen werden.
Rot: zulässige Höchstgeschwindigkeit!
Unterhalb Grün: nicht flugfähig. Mindestgeschwindigkeit ist unterschritten.